Schaufensterfiguren auf Zeitreise

Juni 19th, 2011 von admin

Schaufensterpuppen begleiten uns täglich, ohne dass sie immer bewusst wahr genommen werden. Geht man mit offenen Augen durch die Straßen, Einkaufstempel oder Shopping-Center begegnet sie uns fast überall.
Sie soll den Passanten als potenziellen Kunden einladen, den Laden oder das Geschäft zu besuchen und für gute Umsätze des Händlers sorgen.
Die Schaufensterpuppe weiblich oder auch männlich begegnet uns dabei in vielerlei Formen und Posen, wobei die stehende und die sitzende Schaufensterfigur den größten Anteil hat.

Realistische Schaufensterpuppen haben eine lange Tradition

Schaufensterfiguren haben bereits eine lange Tradition in der Schaufensterdekoration und in dieser Zeit eine beachtliche Entwicklung genommen.
Sie sind somit elegante Zeitzeugen, da sie sich ja meist mit der Mode der jeweiligen Epoche entwickelt und dieser angepasst haben.
In einem Puppen Shop in Berlin fand ich neulich eine Schaufensterpuppe aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Dabei handelte es sich um den Torso einer Schaufensterpuppe aus Österreich, die damals noch aus Metall und Celluloid gefertigt worden war.
Sie stammte also aus einer Zeit, als realistische Schaufensterpuppen ihre Blütezeit hatten. Damals zogen an Sonntagen ganze Familien in ihrem besten Anzug in die Innenstädte zum Schaufensterbummel in den vielen neu entstandenen Kaufhäusern mit ihren einladenden Glasfronten.
Damals gestalteten viele Dekorateure ganze Spielszenen mit männlichen Schaufensterpuppen, weiblichen Schaufensterfiguren und Kinderpuppen.
Da damals bereits Schaufensterfiguren beweglich gestaltet waren, konnte man neben stehenden auch liegende oder sitzende Schaufensterpuppen finden.

Von den Fifties bis in die Neuzeit entwickelte sich die Schaufensterpuppe rasant

Nachdem die Entwicklung von realistischen Plastik Schaufensterpuppen in den Fünfzigern besonders in Richtung detailgetreuer Nachbildung von Schauspielerinnen und Schauspielern der Filmindustrie ging, so dass vollbusige und wohlproportionierte Mannequins sehr angesagt waren, tendierte die Mode in den Sechzigern eher in die Richtung sehr dünner und eher knochiger Modepuppen, die einer Twiggy nachempfunden worden waren.
Nach diesen Etappen der PE Schaufensterfiguren trat die Entwicklung einige Zeit auf der Stelle und über viele Jahre verwendete man Schaufensterfiguren, die eher die schlanke Linie, als die Maße der normal proportionierten Kundinnen und Kunden berücksichtigten
In den letzten Jahren hat sich der Trend bei diesen Dekopuppen allerdings recht rasant gewandelt. Man findet vor den Geschäften meist noch ein oder zwei realistische Schaufensterpuppen, während im Geschäft vorwiegend abstrakte Schaufensterfiguren, wie die faceless oder headless Schaufensterpuppe zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um Puppen Torso ohne Kopf oder mit stilisiertem Gesichtsausdruck, die mehr einer Schneiderpuppe als einer Schaufensterpuppe gleichen. Weiterhin kann man viele dieser abstrakten Modelle in interessanten Farbtönen finden. Hierzu gehören neben Modepuppen in klassischem Schwarz oder Weiß auch Schaufensterpuppen Gold oder Silber, was ihnen ein sehr interessantes Aussehen verleiht.
Es lohnt sich wirklich für alle, die sich für Schaufensterfiguren und deren Entwicklung interessieren, einen der zahlreichen Puppen Shops oder die eine oder andere Internetseite über Schaufensterfiguren zu besuchen.

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